So optimierst du Performance Max Kampagnen in 10 Schritten
Performance Max (PMax) hat sich als fester Bestandteil der Google Ads etabliert. Doch sich blind auf die Automatisierungen zu verlassen, kann teuer werden. Wir haben 10 Tipps für dich, wie du mehr Performance aus deinen PMax-Kampagnen rausholst.
1. Granulare Asset-Gruppen erstellen
Unterschiedliche Asset-Gruppen für unterschiedliche Zielgruppen. Segmentiere sie strikt nach Produktkategorien, Dienstleistungen oder Themen. Unterschiedliche Menschen reagieren auf unterschiedliche Botschaften. So kann der Algorithmus gezielt verschiedene Zielgruppen erreichen, die Interesse an deinen Produkten haben.
2. Zielgruppen erstellen
Google erstellt zwar auch automatisch Zielgruppen, diese sind jedoch meist nicht sehr performant. Schreibe am besten den Weg auf, den deine Kunden auf deiner Website vom ersten Besuch bis zum Kauf durchlaufen. Erstelle für die wichtigsten Momente dieses Weges Zielgruppen. Klassisch ist das beispielsweise, wenn ein Produkt angesehen wird, sich jemand länger auf deiner Website aufhält oder bereits etwas in den Warenkorb legt. All diese Signale helfen, deine Performance-Max-Kampagne effizienter auszuspielen. Je mehr Daten du hier hinterlegst, desto günstiger sind in der Regel die Kosten. Deine First-Party-Daten sind pures Gold. Lade relevante Kundenlisten hoch (z. B. Käufer, Warenkorbabbrecher) und erstelle daraus ähnliche Zielgruppen. Nutze zudem benutzerdefinierte Segmente mit den Top-Suchbegriffen deiner Zielgruppe.
3. Exzellente Creatives liefern
Die KI kann nur so gut sein wie dein Input. Stelle eine breite Palette hochwertiger und ansprechender Bilder, Videos und Texte bereit. Teste verschiedene Perspektiven, Botschaften und Formate. Während die KI das Testing übernimmt, lieferst du die essenziellen Zutaten. Wichtig: Nutze, soweit möglich, immer alle verfügbaren Optionen, sprich: 20 Überschriften, 5 Beschreibungstexte, 20 Bilder, 5 Videos und so weiter. Du lässt hier sonst unnötig Potenzial liegen.
4. Negative Keywords pflegen
Google Ads basiert im Grunde immer noch auf Keywords. Seit kurzem (Stand November 2025) ist es nun auch möglich, die Keywords direkt in den PMax-Kampagnen anzuschauen und negativ zu hinterlegen. Früher war dies nur per Skript möglich. Nutze diese Möglichkeit, denn Google bzw. der Algorithmus verliert sich hier leider manchmal in falschen Zielgruppen, die nur dein Geld verschwenden. Wir raten, mindestens alle 2 Wochen deine Keywords zu pflegen. Sind die Keywords immer sehr irrelevant, überlege, ob die PMax-Kampagne aktuell zu viel Budget bekommt. Denn Google möchte dein Budget ausgeben – falls keine relevanten Keywords gefunden werden, dann auch gerne in weniger oder völlig irrelevanten Zielgruppen.
5. Conversion-Tracking sauber aufsetzen
Die KI optimiert auf die Ziele, die du ihr vorgibst. Stelle sicher, dass dein Conversion-Tracking fehlerfrei ist. Implementiere den Google Consent Mode v2 und Enhanced Conversions, um die Datenqualität zu maximieren. Achte dabei unbedingt darauf, dass du hier datenschutzkonform bist. Achte außerdem darauf, nicht nur deine Haupt-Conversion zu hinterlegen, zum Beispiel den Kauf. Auch andere Conversion-Ziele wie „Anmeldung“, „Lead“ oder „Time on Page“ können dabei helfen, die richtigen Kunden zu identifizieren – auch wenn sie noch nicht direkt kaufbereit sind, sondern sich noch informieren oder vergleichen.
6. Das richtige Kampagnenziel
Falls du noch kein konkretes Conversion-Ziel hinterlegt hast, wie zum Beispiel den Kauf eines Produkts oder einen Lead, solltest du keine PMax-Kampagnen schalten. Wir empfehlen vor allem zwei Kampagnenziele: Ziel-ROAS oder Conversion maximieren. Je nach Phase würden wir eher mit Conversion maximieren starten. Nur falls das Volumen der Conversions nicht wichtig ist, solltest du auf den Ziel-ROAS wechseln. Oder falls du häufig starke Saisonalitäten hast, die einen Anstieg an Interesse nach sich ziehen und du nicht die Zeit hast, händisch einzugreifen. Denn der Ziel-ROAS kann dein Budget in schwachen Phasen begrenzen und in starken Phasen automatisch hochfahren.
7. Der Statistiken-Tab
War PMax lange eine Black Box, gibt dir Google heute deutlich mehr Einblicke in die Details deiner Kampagnen-Performance. Zum Beispiel, welche Keywords denn nun wirklich verwendet werden oder welche Zielgruppen am besten funktionieren. Setze anhand dieser Insights laufend Optimierungen um. Denn auch wenn Google hier automatisiert in die eine oder andere Richtung optimiert, händische Optimierungen zu sehen, um so effizienter zu werden, ist immer eine gute Idee. Fällt dir auf, dass eine Zielgruppe besonders gut funktioniert? Dann erstelle doch eine eigene Asset-Gruppe, die noch besser auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe eingeht.
8. Budget- und Gebotsstrategien
Gib der KI nach Änderungen mindestens 1–2 Wochen Zeit zum Lernen. Vermeide häufige, drastische Änderungen am Budget oder an der Gebotsstrategie. Geduld ist hier ein entscheidender Faktor. Wer sauber arbeitet, Keywords hinterlegt, erprobte Assets verwendet und Zielgruppen richtig hinterlegt, hat wenig zu befürchten. Da eine PMax-Kampagne auch weiter oben in der Customer Journey ansetzt, kann es etwas dauern, bis Interessenten zu Kunden werden.
9. Landing Pages optimieren
PMax schickt Traffic auf die von der KI als am relevantesten eingestuften Seiten. Stelle sicher, dass alle potenziellen Landing Pages für Conversions optimiert sind. Nutze die „URL-Erweiterung“-Funktion mit Bedacht und schließe irrelevante Seiten (z. B. Impressum) aus. Hast du einen Blog, dann macht es vielleicht Sinn, diesen auszuschließen – aber teste auch hier am besten und schaue selbst, was funktioniert und wo du Budget verbrennst.
10. Brand Keywords ausschließen
Führe immer eine separate Search-Kampagne nur für deine Marke. Das gibt dir volle Kontrolle über die Botschaft und verhindert, dass PMax dein wertvolles Brand-Suchvolumen „kannibalisiert“ und nur für Keywords Geld ausgibt, die du organisch sowieso bespielst. PMax geht hier immer den Weg des geringsten Widerstands, daher würde die Kampagne, falls möglich, auch ausschließlich auf Markenkeywords bieten, sollten genug Menschen nach diesen suchen. Das verhindert, neue Zielgruppen zu erreichen. Wichtig: Schließt du deine Brand-Keywords aus, betrifft das nicht deine Shopping-Platzierungen.
Fazit: Erfolgreiche PMax-Kampagnen sind kein Zufall. Sie sind das Ergebnis einer strategischen Partnerschaft zwischen dir und der KI. Du gibst die Richtung vor, lieferst hochwertigen Input und überlässt der Maschine die Feinjustierung.
Bereit für messbares Wachstum?
Starte mit einer kostenlosen Beratung – oder kalkuliere vorab deinen Preis. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden.

Stefan Ploskov
Author • Wiener Marketing